Deutscher Gewerkschaftsbund

22.05.2014
DGB-Kreisverband Coesfeld

Der 1. Weltkrieg und die Folgen

Mit dem1. Weltkriegs beschäftigte sich der DGB-Kreisverband Coesfeld in einer weiteren Informationsveranstaltung am 21. Mai im Klutensee Bad in Lüdinghausen. War in der ersten Veranstaltung der Schwerpunkt auf die Ursachen und für die Arbeitnehmerschaft folgenden Konsequenzen und Bedingungen gelegt, beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nunmehr mit den Folgen in der Nachkriegszeit.

Der Bochumer Historiker Mark Haarfeldt ging in seinem fachlich sehr fundierten Vortrag auf die Verhältnisse nach dem Friedensvertrag am 11. November 1918 ein und erläuterte die näheren Umstände der Republikwerdung.

Der Aufbau der Deutschen Republik nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war in den ersten Jahren geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Für die Arbeiterschaft war die Republik jedoch auch eine Hoffnung, dass sich ihre Lebensumstände grundlegend ändern würden. Der Krieg hatte jedoch auch tiefe Spuren hinterlassen, die nachhaltig die Innenpolitik formten. In diesem Spannungsfeld zwischen dem Erhalt der Republik und der „Krise der Weimarer Republik“ geriet die Arbeiterschaft immer wieder in Konflikte, die sich sowohl im politischen Streit mit „dem Klassenfeind“ wie auch den betrieblichen Auseinandersetzungen widerspiegelten. Das Scheitern eines organisierten Widerstandes gegen den Nationalsozialismus durch die Arbeiterschaft hatte hierbei ihre Ursachen tief in den Kämpfen, die die Deutsche Republik bis heute prägen.

DGB-Kreisverbandsvorsitzender bedankte sich ausführlich bei Mark Haarfeldt und versprach, dass der DGB-Kreisverband Coesfeld gern wieder auf seine Kompetenz zurückgreifen wird.

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