Deutscher Gewerkschaftsbund

19.06.2014

"Aufklären und Einmischen" in der Stadtbücherei

Münster - Seit über einem Jahr läuft vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen fünf mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Mehrere parlamentarische Untersuchungsausschüsse versuchen, die Frage aufzuklären, warum die Neonazis über 14 Jahre lang untertauchen konnten, obwohl das Neonazi-Trio von V-Leuten der Geheimdienste geradezu umstellt war. Auch die Polizeiermittlungen blieben erfolglos, da die Polizei die rassistische Motivation hinter den Morden und Bombenanschlägen nicht erkannte.

Trotz zahlreicher neuer Informationen ist auch zweieinhalb Jahre nach dem Ende der Terrorzelle das Bild des NSU-Komplexes für Außenstehende nicht übersichtlicher geworden. Am Mittwoch, den 25. Juni zeigen zwei MitarbeiterInnen des Projekts „NSU-Watch“ ab 19:30 Uhr in der Stadtbücherei auf, welches Bild des NSU-Netzwerks sich heute zeichnen lässt. Eike Sanders und Felix Hansen vom „Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum e.V.“ aus Berlin versuchen Antworten auf einige der offenen Fragen um den Neonazi-Terror zu geben.

Das Projekt „NSU-Watch“, das von mehreren antifaschistischen Initiativen getragen wird, veröffentlicht zu jedem Prozesstag ein umfangreiches Protokoll in Deutsch und Türkisch. Für seine Arbeit wurde „NSU-Watch“ von der Jury des Otto-Brenner-Preises mit dem „Medienprojektpreis 2013“ ausgezeichnet.

Am Mittwoch referieren die MitarbeiterInnen auf Einladung eines großen Veranstalterkreises. An der Kooperationsveransaltung beteiligen sich die DGB Jugend Münster, Antifaschistische Linke Münster, Jusos, Kaktus Grüne Jugend, Die Linke.SDS, VVN/BdA, Emanzipatorische Antifa Münster, der AStA der Uni Münster, die Studierendenvertretung der Katho, die Beratungsstelle Mobim sowie die lokalen Gliederungen der Gewerkschaften NGG, Verdi und der DGB Stadtverband Münster.

Der Eintritt zur Veranstaltung in der Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11 ist frei. Beginn ist um 19:30 Uhr.

"Tag der Arbeit" im Münsterland

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