Deutscher Gewerkschaftsbund

06.02.2014
DGB-Ortsverband Dülmen

DGB Dülmen und Bürgermeisterin Stremlau einig im Kampf gegen Rechts

Die Umtriebe rechtsradikaler Gruppen auch in Dülmen waren Schwerpunkt des Jahresgesprächs des DGB-Ortsverbandsvorstands mit Bürgermeisterin Stremlau im Dülmener Rathaus. Seit Jahren schon beobachtet der DGB das Treiben rechtsgerichteter Personen in Dülmen und im Kreis Coesfeld, berichtete DGB-Kreis- und Ortsverbandsvorsitzender Ortwin Bickhove-Swiderski. Die Vorkommnisse in jüngster Vergangenheit lassen es aber nicht mehr zu, dass man von Einzeltätern oder „dummen-Jungen-Streichen“ reden kann. Ein einheitliches Vorgehen und öffentliches Bekenntnis gegen Rechts ist nun gefordert, so die einhellige Meinung der DGB-vertreter in Dülmen. Bürgermeisterin Stremlau sagte zu, die Problematik aufzugreifen und mit den politisch verantwortlichen Personen in Rat und Verwaltung hierbei tätig zu werden. Angeregt wurde ein Netzwerktreffen zu organisieren, an dem Verbände, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen, Schulen und politisch verantwortliche zusammenkommen um Strategien zu entwickeln diesen Umtrieben entschlossen entgegen zu treten. Hierbei wurde der Bürgermeisterin die Unterstützung des DBG zugesichert. Der Kontakt mit der mobilen gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster in der „Villa ten Hompel“ sollen genutzt werden. Zu dieser Thematik konnte sich auch Winfried Lange, neugewählter DGB-Regionsgeschäftsführer, der langjährige Erfahrung im Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen in Ostwestfalen hat, einbringen und in seinem Antrittsbesuch im DGB-Ortsverband Dülmen seine Erfahrung und Hilfestellung anbieten.

Über die gemeinsam auszurichtende Veranstaltung zum 1. Mai 2014 konnte ebenfalls Einvernehmen hergestellt werden. Am 30. April 2014 um 18:00 Uhr wird der Empfang zum Feiertag der Arbeit auch in diesem Jahr in der Alten Sparkasse stattfinden. Für 2015 und Folgejahre wollen alle Beteiligten sich darüber austauschen, ob ein anderer Standort oder eine andere Form des Empfangs angeboten werden soll, um auch neue Schichten (junge Menschen aber auch ältere Mitbürger) einzubeziehen.

Zur gegenwärtigen Situation der Stadt konnte Bürgermeisterin Stremlau berichten, dass Dülmen im Städteranking nicht schlecht da steht. Der Stadthaushalt ist zwar ausgeglichen, dennoch darf nicht übersehen werden, dass die wirtschaftliche Entwicklung auch Schwächen aufweist, die es zu bewältigen gilt.

Positiv ist die Ausbildungsbereitschaft der Stadt Dülmen zu erwähnen. Ortwin Bickhove-Swiderski stellte fest, dass dies beispielgebend für die anderen Städte und Gemeinden sowie für den Kreis Coesfeld sein sollte. In einem Gespräch auf Kreisebene soll das auch mit dem Landrat besprochen werden.

Gemeinsam mit dem gewerkschaftlichen Automobilclub (ACE) wird sich der DGB Ortsverband auch in der Kommunalpolitik zum Thema Mobilität im ländlichen Raum einbringen, hierzu wird Roger Zwiehoff, der Regionalbeauftragte des ACE als kompetenter Experte zur Verfügung stehen.

Ortwin Bickhove-Swiderski wies zum Abschluss der gemeinsamen Besprechung noch auf die Veranstaltung der Gewerkschaft der Polizei hin. Am 29. März wird im St. Barbara-Haus ein Benefizkonzert mit drei heimischen Bands unter dem Motto „Rock gegen Gewalt“ stattfinden. Der Reinerlös kommt der Arbeit des Weißen Rings zugute. Informationen hierzu gibt es auf der Homepage der GdP-Kreis Coesfeld (www.gdp-coesfeld.de).

Abschließend wies Ortwin Bickhove-Swiderski auf die Klausurtagung des DGB-Kreisverbandsvorstands am 1. März in Buldern hin. Schwerpunkt der Tagung bildet eine Weiterbildung zum Thema Umgang mit Medien und die Absprachen der drei Coesfelder DGB-Ortsverbände untereinander.

"Tag der Arbeit" im Münsterland

Links

Social Media

 
 

DIREKT ZU IHRER GEWERKSCHAFT