Deutscher Gewerkschaftsbund

08.07.2013
DGB-Ortsverband Ahlen

Armut in Ahlen ist doch ein Thema!

dgb

DGB Münster

Hier waren sich die Teilnehmer des DGB-Ortsverbands Ahlen einig, auch wenn die Statistik der Arbeitsagentur nur positive Zahlen veröffentlicht. Rechtsanwalt Sebastian Richter, 2. Vorsitzender des Vereins „Forum gegen Armut e.V“ in Ahlen konnte deutlich machen, dass auch in einer relativ prosperierenden Region Armut existiert. Nicht nur Hartz IV-Empfänger kommen in Ahlen zur Tafel.

Vermehrt melden sich auch Personen, die einer Beschäftigung nachgehen, sogar vollzeitbeschäftigte verfügen nicht immer über ausreichende Finanzmittel, um ein Leben außerhalb der Armutsgrenze zu gestalten. Jutta Schultz, stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di - Bezirks Münsterland führte aus, dass Minijobs, Teilzeittätigkeit, befristete Stellen und Leiharbeit auch in Ahlen dafür sorgen, dass nur noch rund 67 % der Arbeitsverhältnisse zu den sogenannten Normalarbeitsverhältnissen gerechnet werden können.

Gerade in den Bereichen der prekären Beschäftigungen hält das Münsterland einen traurigen Rekord in NRW. Von den Teilnehmern wurde angeregt, sich nicht mit den Verhältnissen abzufinden und auch auf die Politik Einfluss zu nehmen, die Rahmenbedingungen zu verändern. Die Gesetzgebung ist aufgefordert für Leiharbeit und Werkverträge die Gesetze so zu gestalten, dass Missbrauch ausgeschlossen werden kann und gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden muss.

Karl-Heinz Meiwes vom DGB-Ortsverband Ahlen stellte fest, dass die Anzahl der Leistungsempfänger in einer Stadt wie Ahlen beschämend ist und forderte alle auf daran mitzuwirken, in der Gesellschaft einen Konsens zur Vermeidung von Armut, auch der versteckten Armut, zu schaffen. Wir dürfen, in einer so reichen Gesellschaft wie der Bundesrepublik Deutschland, Armut nicht akzeptieren, so Karl-Heinz Meiwes in seinen abschließenden Worten.

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