Deutscher Gewerkschaftsbund

26.03.2014
DGB-Ortsverband Lüdinghausen

100 Tage Große Koalition

DGB in Lüdinghausen nicht ganz zufrieden

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DGB Münster

Die ersten 100 Tage hat Schwarz-Rot hinter sich. Für eine erste Bilanz aus Sicht der DGB-Gewerkschafter in Lüdinghausen hatten sie die Geschäftsführerin der DGB-Region Dortmund-Hellweg aus Dortmund, Jutta Reiter, eingeladen.

Reiter attestiert der neuen Regierung Gestaltungswillen, „endlich wird wieder Politik für die Beschäftigten gemacht, doch es gibt auch Defizite“, so Reiter. „Eins lässt sich dennoch erkennen: diese Regierung will gestalten, und das ist schon viel wert, bedenkt man den langjährigen Bummelstreik der Vorgängerregierung.“

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Reiter bekräftigt, dass erstmals seit langem wieder Reformen für statt gegen die Beschäftigten gemacht wird. Rente mit 63, Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente, Stärkung der Tarifautonomie. Hier werden überfällige Reformen endlich angepackt, ist Reiters Auffassung. Die Einführung des Mindestlohns hat gar historische Tragweite, „sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Ordnung der Arbeit. Voraussetzung ist aber und hier setzt auch Reiters Kritik an, dass der Mindestlohn nicht durch lobbygetriebene Ausnahmen durchlöchert wird und für alle regelmäßig berufstätigen gilt.

Kritisiert wurde von den anwesenden Kollegen die Versuche verschiedener Lobby- und Arbeitgeberverbände, die positiven Ansätze der Koalitionsvereinbarung zu torpedieren. Der DGB-Ortsverband Lüdinghausen wird in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Bilanz vornehmen und die gewählten Abgeordneten zu einem öffentlichen Gespräch einladen.

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Der Großen Koalition bleibt genügend Zeit, ihren Kurs zu korrigieren, wo dies nötig ist, meint Ortsverbandsvorsitzender Heinz Starnick und bietet an, hierbei den Abgeordneten mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem DGB-Ortsverband Orientierungshilfe zu leisten.

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Podiumsdiskussion zum Kohleausstieg

Im Jahr der endgültigen Zechenschließungen in Deutschland zeigte die DGB-Jugend Münsterland im Rahmen von NRW 2020 den Film: "Der lange Abschied von der Kohle" um sich mit der Fragestellung auseinander zu setzen: "Die Kohle geht, die Kumpel bleiben?" In der anschließenden von Patricia Weber (IG BCE) moderierten Podiumsdiskussion antworteten Norbert Maus (ehem. RAG-Gesamtbetriebsrat ) und Volker Nicolai-Koß (DGB-Münsterland) auf die konkrete Frage: "Wie muss eine Industrie-, Energie- und Arbeitsmarktpolitik aussehen, damit die Kumpel bleiben können?"

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