Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 1 - 08.01.2018

Beschäftigte an guter wirtschaftlicher Entwicklung partizipieren lassen

„2017 war ein gutes Jahr am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken. Im Gesamtjahr 2017 waren im Schnitt 2,533 Millionen Menschen ohne Job - und damit knapp 160.000 weniger als im Vorjahr. Auch wenn im Dezember jahreszeitlich bedingt die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen ist, ist diese Entwicklung erfreulich. Jetzt geht es darum, möglichst alle Beschäftigten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland partizipieren zu lassen, nicht nur die Aktionäre. Dazu gehört, dass die Arbeitgeber sowohl in den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie als auch in den anstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst sowie in den sonstigen bevorstehenden Tarifrunden den Forderungen der Gewerkschaften nachkommen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen", so der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Peter Mai.

Darüber hinaus muss die Politik endlich handlungsfähig werden um die nach wie vor hohe Langzeitarbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. Dazu gehören massive Investitionen in Weiterbildung und Qualifizierung. Die Unternehmen, die den Fachkräftemangel beklagen, müssen selbst verstärkt in Ausbildung investieren. Gute Fachkräfte wachsen nicht auf den Bäumen. Die Arbeitgeber haben den Fachkräftemangel, den sie jetzt beklagen, in den letzten Jahren selbst verschuldet.

"Es ist gut, dass mit dem Jahreswechsel die letzten Ausnahmen beim gesetzlichen Mindestlohn ausgelaufen sind. Seit 1. Januar 2018 erhalten nun auch Zeitungszustellerinnen und -zusteller einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde. Daneben gibt es auch bei den Branchenmindestlöhnen Bewegung. Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt auf 10,55 Euro (West inkl. Berlin) und 10,05 Euro (Ost) pro Stunde. Im Elektrohandwerk (Montage) liegt die Lohnuntergrenze künftig bundesweit bei 10,95 Euro. „Gleichwohl muss der Mindestlohn zügig steigen und die nächsten Erhöhungen auf den Weg gebracht  werden, insbesondere um drohender Altersarmut vorzubeugen", so DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters.


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