Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 049 - 19.11.2014
Kreisverband Borken

CDU-Kreistagsfraktion Borken trifft den DGB-Kreisverband Borken

Der Vorstand des DGB-Kreisverband Borken unter Führung von Dieter Sauerwald hatte die CDU-Kreistagsfraktion Borken zu einem ersten Gespräch nach Gründung des DGBKreisverband
eingeladen.

Aufgrund einer bundesweiten Satzungsänderung des Deutschen Gewerkschaftsbund wurde der DGB-Kreisverband Borken im Sommer 2013 gegründet. Ihm gehören die Vertreterinnen
und Vertreter der 8 Gewerkschaften im Kreis Borken an. Die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden von diesem Gremium gegenüber Kommunalpolitik, sprich Kreistag, Stadt- und Gemeinderäte, sowie soziale Verbände und Behörden vertreten.

Um sich gegenseitig kennenzulernen und die Arbeitsstrukturen vorzustellen, waren die CDU-Kreistagsabgeordneten Stefanie Pohl und Ludger Konrad, sowie Thomas Buss und Wilhelm Schäfers anwesend. Die beiden letztgenannten vertreten insbesondere die Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Borken.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde des vom stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Robert Brandt moderierten Runde, ging es ans Eingemachte.

Insgesamt wurde die Arbeitsplatzentwicklung im Kreis Borken positiv eingeschätzt, aber es gibt auch Baustellen wie z. B. ETC und in möglicherweise naher Zukunft auch Urenco in Gronau. Darüber hinaus ist noch nicht abzusehen, wie sich die Standorte der Fa. Hülsta arbeitsplatzmäßig entwickeln.


Einig war man sich unabhängig von der Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Arbeitsplätzen im Kreis Borken darüber, dass auch das Einkommen so hoch angesiedelt werden muss, dass der Gang zum Amt nicht erforderlich ist. Die Gewerkschaftsvertreterinnen und –vertreter plädierten vor diesem Hintergrund für die Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Januar 2015. Hierzu merkte Ludger Konrad, Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung im Kreis Borken an, dass das Gesamtpaket gesetzlicher Mindestlohn differenzierter umgesetzt werden müsste. Dieses bedeutet in der Interpretation einige Ausnahmen für die Unternehmen, hier konnten die Mitglieder des DGB-Kreisverbandvorstand Borken nicht zustimmen.

Weitere Themen kamen auf den Tisch. Es wurde der Mangel an Gewerbeflächen angesprochen, die teilweise desolate Entwicklung in den Innenstädten.


Stefanie Pohl, Kreistagsabgeordnete, forderte einen Wohnungsbau zu sozialen Preisen, der durchaus auch behindertengerecht gestaltet werden sollte. Auch wurde insgesamt der
Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) angesprochen. Hier wurde angemerkt auch seitens der Gewerkschaftsvertreterinnen und –vertreter, dass der Zustand auch im Kreis Borken
an einigen Stellen als desolat betrachtet werden kann.

Es gibt Situationen, wo es aufgrund dieser Tatsache zu keiner Einstellung von Arbeitslosen kommt, bzw. dass junge Leute eine Ausbildung aufnehmen. Hintergrund sind nicht vorhandene Verbindungen zum Arbeits-, bzw. Ausbildungsplatz.


Die Gesprächsrunde könnte noch weiter fortgesetzt werden, was auch zu Einzelthemen abgesprochen werden wird. Nach dieser sehr sachlichen und fairen Gesprächsrunde wurde
vereinbart, zu einzelnen Sachthemen Zusammenkünfte zu organisieren.


Die Gesprächspartner, seitens der CDU-Kreistagsfraktion, werden diese Vorschläge ebenso, wie die Vorstandsmitglieder des DGB-Kreisverband, mit in ihre Gremien nehmen und
die Vorschläge zur Umsetzung in der nahen Zukunft entwickeln.


Robert Brandt, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender Borken, der an diesem Abend den erkrankten Vorsitzenden Dieter Sauerwald vertrat, dankte für die aufgeschlossene
Gesprächsrunde und wünscht eine baldige Wiederholung

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