Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 27 - 02.09.2016

Gewerkschaften begrüßen Vorstoß für Azubi-Wohnheime

Gewerkschaften begrüßen Vorstoß für Azubi-Wohnheime

Münster. Der DGB und die Münsteraner Gewerkschaften begrüßen den Vorstoß der SPD-Ratsfraktion für Azubi-Wohnheime. Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in Münster führt häufig dazu, dass junge Menschen eine Ausbildungsstelle nicht antreten können. In Wohnheimen sieht der DGB einen geeigneten Weg, um den Ausbildungsmarkt zu entlasten.

„Für uns ist ausschlaggebend, dass junge Menschen vor Ort gestärkt werden und die Möglichkeit haben, bereits während ihrer Ausbildung in den eigenen vier Wänden zu leben. Aus niedrigen Ausbildungsvergütungen resultiert, dass Azubis sich in Münster selbst ein WG-Zimmer kaum leisten können“, erklärt Jugendbildungsreferent Felix Eggersglüß.

Der DGB schlägt vor, die Entwicklung des Konzepts durch einen Beirat zu begleiten, in dem sich alle Akteure einbringen können. „Wir werben für eine breite Initiative, die neben den politischen Parteien, Gewerkschaften, Kammern, Unternehmen, Arbeitsagentur und Jobcenter auch die DGB-Jugend als politische Interessenvertretung der jungen Menschen in die Planung und Umsetzung des Wohnheims einbezieht“, ergänzt Martin Menacher, Organisationssekretär des DGB.

Ziel des DGB und der Gewerkschaften ist es, dass das Wohnen in Azubi-Wohnheimen für junge Menschen tatsächlich bezahlbar sein muss und dass das Wohnheim gut an den öffentlichen Verkehr angebunden ist. Damit auch minderjährige Auszubildende Wohnheime nutzen können, sollte daneben ein pädagogischer Rahmen für die Einrichtung erarbeitet werden. Insgesamt werden aus Sicht des DGB mehr derartige Initiativen benötigt, um die Lebens- und Ausbildungsbedingungen junger Menschen zu verbessern. In Münster leben derzeit etwa 1.200 junge Menschen im Alter von 25 bis 35 Jahren ohne Arbeit und abgeschlossene Berufsausbildung.


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