Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 047 - 31.10.2014
DGB-Ortsverband Dülmen

DGB-Dülmen: 9.11. ist ein Tag der Mahnung

Der 9. November ist und bleibt für uns ein Tag der Mahnung und der Erinnerung, stellt DGB-Ortsverbandsvorsitzender Ortwin Bickhove-Swiderski fest.

Erinnern will der DGB in Dülmen an die Schrecken der Nacht vor 76 Jahren, vom 9. auf den 10. November 1938 in der auch in Dülmen Nationalsozialisten die Einrichtungen jüdischer Mitbürger zerstörten, die Synagoge niederbrannten und die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger drangsalierten, folterten und ihnen das Leben in Dülmen unmöglich machten. Bickhove-Swiderski erinnert hier an den damaligen Kantor der jüdischen Gemeinde, David Dublon, obwohl schon 72 Jahre alt wurde er von nazi-Schergen in seinem Haus an der Synagoge die Treppe hinuntergeworfen wobei er sich schwerste Verletzungen zuzog. Wie Bickhove-Swiderski berichtet, kein Einzelfall und viele bis dahin geachtete jüdische Mitbürger nahmen dies zum Anlass ihre Heimat zu verlassen. Viele kamen nicht mehr dazu, wurden in Konzentrationslagern verschleppt und dort entweder umgebracht oder sind durch Zwangsarbeit, Folter und Hunger zu Tode gekommen.

Bickhove-Swiderski, der sich ausgiebig mit der Geschichte der Juden in Dülmen beschäftigt hat und viele Einzelschicksale ergründen konnte legt Wert darauf, dass diese Veranstaltung sich nicht nur auf die schrecklichen Ereignisse von 1938 bezieht, sondern Anlass bieten soll, sich gemeinsam auch heute gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft zu stellen. Wo wären viele Geister aus dem Deutschen Reich in der Zeit von 1933 bis 1945 geblieben, wenn sie nicht als Flüchtlinge Aufnahme in anderen, ihnen fremde Länder, aufgenommen worden wären. Nur wer die Erinnerung nicht verdrängt, so Bickhove-Swiderski, wird zu mehr Toleranz gegenüber Andersgläubigen und Andersdenkenden finden.

Ich hoffe, dass an der gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Hermann-Leeser-Schule ausgerichtete Gedenkveranstaltung am 9. November 2014 um 15:00 Uhr auf dem Eichengrünplatz, wo neben Bickhove-Swiderski, Bürgermeisterin Stremlau sprechen und Kantor Christoph Falley die musikalische Untermalung vornehmen wird, auch viele Bürgerinnen und Bürger aus Dülmen teilnehmen werden, um mit uns gemeinsam darauf aufmerksam zu machen, wohin Fremdenhass und Intoleranz führen kann, sagt Bickhove-Swiderski.

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