Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 43 - 01.12.2017

Leiharbeit bleibt auf hohem Niveau

"Die Zahl der Leiharbeitskräfte ist weiterhin anhaltend hoch. Das seit Jahren steigende Wirtschaftswachstum hat nicht dazu geführt, dass Leiharbeitskräfte unbefristet beschäftigt werden. Im Gegenteil, Unternehmen in Deutschland setzen vermehrt auf billige Arbeitskräfte, die sie ganz nach Bedarf ausleihen und wieder zurückgeben können. Das durchschnittliche Monatseinkommen von sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeitskräften in Vollzeit lag 2016 bei 1.816 Euro im Vergleich zu 3.133 Euro bei allen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten. Equal Pay ist das nicht", so der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Peter Mai.

"Leiharbeit darf nur einen vorübergehenden Charakter haben, um Auftragsspitzen abzufangen - das war Grundgedanke des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes aus dem Jahr 1972 - und nicht dauerhaft prekäre Beschäftigung. Die im April beschlossene Gesetzesnovellierung, die die Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und ein Equal Pay ab neun Monsten eingeführt hat, trägt nicht dazu bei, dass Beschäftigung in der Leiharbeit endlich in reguläre Beschäftigung umgewandelt wird. Vielmehr sorgt das Gesetz nur dafür, dass sich das Personalkarussell mit hunderttausenden von Leiharbeitskräften weiter drehen kann", so DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters: " Es braucht tatsächlich den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit ab dem ersten Tag."

Allein in Münster gibt es 5.000 Leiharbeiter_innen.


Nach oben

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie alle Pressemitteilung des DGB Münsterland als RSS-Feed.
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis