Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 050 - 28.11.2014
DGB-Münsterland

FMO wichtiger Standortfaktor

In die Debatte um die Stellung des Flughafen Münster/Osnabrück bringt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund mit einer eigenen Stellungnahme in Position und fordert die Gesellschafter
und politisch handelnden Akteure dazu auf, alles zu unternehmen, den FMO seiner regional- und strukturpolitischen Bedeutung anzupassen und zukunftssicher zu gestalten.


Wie DGB-Regionsgeschäftsführer Winfried Lange betonte, besitzt der Flughafen eine große Bedeutung für die im Münsterland und darüber hinaus tätigen Unternehmen für die Sicherung und Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und hat somit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen.

Die Luftverkehrsanbindung ist für weit über 80% der im Umland tätigen Unternehmen ein sehr wichtiger Standortfaktor auch für Investitionsentscheidungen. Fast 60% der uns bekannten
Unternehmen hätten bei einer unzureichenden Luftverkehrsanbindung an einem anderen Standort investiert, bekräftigt Lange.


Es treibt auch uns als Gewerkschaften um, so Lange, wie zur Zeit die Debatte um die Sicherung des FMO geführt wird. Wir betrachten die Diskussion mit großer Sorge. Die mit dem
FMO direkt und indirekt verbunden ca. 3500 Arbeitsplätze mit einer Bruttowertschöpfungv von 170 Mio. Euro dürfen bei einer Bewertung nicht außer Acht gelassen werden. Dies hat
arbeitsmarkt- und regionalpolitische Bedeutung weit über das Münsterland hinaus.


In der vorliegenden Stellungnahme die, wie Lange erklärt, mit allen Gewerkschaften im DGB beraten und beschlossen wurde, weist der DGB auch auf die Bedeutung der gemeinsamen
Nutzung von NRW, Niedersachsen und Niederlande hin, die einem zukünftigen Luftverkehrskonzept Rechnung tragen und eine gemeinsame Trägerschaft des FMO durch kommunale und regionale Körperschaften gewahrt bleiben muss. Auch die schon von den Beschäftigten erbrachten Konsolidierungsleistungen müssen berücksichtigt werden. Die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ein Recht darauf gehört zu werden und erwarten von den Gesellschaftern, dass sie für faire und auskömmliche Beschäftigungsverhältnisse
Sorge tragen. Auch eine Infrastrukturumlage, die von allen vom FMO profitierenden Wirtschaftsunternehmen zu erbringen wäre, schließt der DGB nicht aus.

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