Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 45 - 09.08.2018

DGB begrüßt Kapitulation der US-Army in den Dülmener Tower Barracks

Als gewerkschaftspolitischen Erfolg bewertet der DGB Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski, die bedingungslose Kapitulation der US-Army in den Dülmener Tower Barracks.

Am 9.8.2018 wollte die US-Army Ehrengäste zu einem BBQ (Barbecue) Essen einladen und „über die erreichten Fortschritte und Entwicklungen“ in der Einrichtung berichten.

Am 9.8. ist der Jahrestag des amerikanischen Bombenabwurfes auf Nagasaki, der DGB hatte im Vorfeld diese Veranstaltung als geschmacklos bezeichnet.

Es ist zu begrüßen, dass die Verantwortlichen der US-Army den Termin abgesagt haben, somit hat die Army auf den politischen Druck des DGB Kreisverbandes Coesfeld reagiert und die bedingungslose Kapitulation erklärt. Der DGB erwartet dass die US-Army den nunmehr eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht, dazu gehören aus Sicht des DGB noch weitere Schritte.

Militärische, gesellschaftliche und politische Größe besteht jetzt darin, sich bei den betroffenen Arbeitnehmern öffentlich zu entschuldigen, die massiven Verstöße gegen den Arbeitsschutz und den Umgang mit dem Schwermetall Cadmium hatte die US-Army, auf feinstem texanisch, bereits eingestanden, so der DGB Vorsitzende. (Feinstem texanisch auf der PK der US-Army).

Aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ergibt sich auch, den betroffenen Arbeitnehmern eine Entschädigung für die tatsächlich entstandenen Körperverletzungen auszuzahlen.

Die immer noch nicht geklärten Fragen, unterschiedliche Blutwerte bei den betroffenen Arbeitnehmern, aber auch die Frage, wo die kontaminierten Kisten geblieben sind, auch die Frage der Verlagerung nach Mannheim, müssen nach Auffassung des DGB jetzt umfassend aufgeklärt werden, dazu würde sich immer noch die vom DGB eingeforderte Sondersitzung des Dülmener Umweltausschusses bestens eignen.

Enttäuscht zeigte sich der DGB vom Vorsitzenden des Dülmener Umweltausschusses und dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, beide hätten bis heute auf die Schreiben des DGB nicht reagiert.

Der DGB bedankt sich bei den Vertretern der Medien, durch die konsequente Berichterstattung, ist die Öffentlichkeit informiert worden und die US-Army musste somit ein Fehlverhalten eingestehen.

 


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