Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52 - 25.09.2018

Aufruf zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung

Gute Arbeit ist auch barrierefrei

Mit einen Aufruf an alle Einzelgewerkschaften zur Unterstützung der Schwerbehindertenvertreterwahlen in den Betrieben und Dienststellen sowie den Änderungen des Schwerbehindertenrechts im Bundesteilhabegesetz befasste sich der DGB Arbeitskreis Behindertenpolitik auf seiner September-Sitzung im Hotel „Zur Waldmutter“ in Münster/Sendenhorst.

Der örtliche DGB hofft - so der Vorsitzende des DGB-Arbeitskreis Behindertenpolitik Friedel Paßmann, dass in den Betrieben und Dienststellen nur gewerkschaftlich organisierte Schwerbehindertenvertretungen von ihren behinderten Kolleginnen und Kollegen gewählt werden.

Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) vertritt die Interessen der schwerbehinderten Beschäftigten im Betrieb. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe und Integration behinderter und beeinträchtigter Menschen. Von einer starken, wirkungsvollen Interessensvertretung aber profitieren alle Beschäftigten im Betrieb – denn Schwerbehindertenvertreter machen sich auch stark für alters- und gesundheitsgerechte Arbeit. Gerade in Zeiten alternder Belegschaften und wachsendem Arbeitsstress ist das eine zunehmend wichtige Arbeit. Alle 4 Jahre können Schwerbehindertenvertreter in Betrieben und Dienststellen mit mindestens fünf schwerbehinderten oder gleichgestellten Beschäftigten gewählt werden. Diese Wahlen finden wieder in diesem Jahr vom Oktober bis November statt.

Schwerbehindertenvertretungen bestehen aus mindestens einer Vertrauensperson und einer Stellvertreterin oder einem Stellvertreter. Sie haben eigene Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte, achten darauf, dass geltende Gesetze, Vorschriften und Tarifverträge eingehalten werden und beraten Beschäftigte, wenn sie beispielsweise den Grad ihrer Behinderung ermitteln lassen wollen. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, dass Menschen mit Behinderung in barrierefreier Umgebung am Arbeitsleben teilhaben können, dass sie ihre Fähigkeiten möglichst ausschöpfen und entwickeln können und dass sie auf Dauer arbeitsfähig und gesund bleiben.

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt von SBVen ist die Prävention von Behinderungen. 85 Prozent der Behinderungen entstehen durch Krankheiten, die im Laufe des Erwerbslebens entstehen: Vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Muskel- und Skeletterkrankungen sowie psychische Erkrankungen zählen dazu. Prävention und Gesundheitsförderung können dem Krankheitsverlauf effektiv entgegenwirken.

Anschließend referierte der Vorsitzende des DGB Arbeitskreis Behindertenpolitik Friedel Paßmann noch über die vielen Änderungen zum Schwerbehindertenrecht im neuen Bundesteilhabegesetz. Dazu werden noch vom DGB Bildungswerk NRW spezielle Einführungsseminare geplant.


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