Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 32 - 11.10.2016

DGB: Kritik der Bundeskanzlerin an Rentenkampagne ungerechtfertigt

Den öffentlichen Angriff der Bundeskanzlerin gegen die neue Rentenkampagne der Gewerkschaften sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Münsterland äußerst kritisch. Laut DGB sind die angestrebten Leistungsverbesserungen bei der gesetzlichen Rente und die Stabilisierung des gesetzlichen Rentenniveaus längst überfällig. Zudem würden damit viele der heute noch jungen Menschen vor Altersarmut oder sozialem Abstieg bewahrt.

„Dass unsere Forderungen der AfD in die Hände spielen entbehrt jeder Grundlage. Das tun vielmehr arbeitgebernahe Organisationen wie die ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft‘, eine Unternehmung der Metall- und Elektroindustriellen, die der privaten Versicherungswirtschaft nahe stehen und die versuchen, Reformpakete aufzuhalten. Hier nutzen die Gegner einer stabilen Altersversorgung die Ängste der Menschen aus, um mit Hilfe der öffentlichen Medien und entgegen den Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Leistungen der gesetzlichen Rente zu schmälern. Sie wollen die Tür für kapitalgedeckte Alterssicherungssysteme offen halten. Dabei steht fest, dass eine nachhaltige Finanzierung sicherer Renten auch für die junge Generation bezahlbar ist, ohne dass der Rentenbeitrag bis zum Jahre 2030 über 22 Prozent steigen muss“, erklärt DGB-Regionssekretär Volker Nicolai-Koß.

Das Finanzierungskonzept des DGB sieht vor, die aktuell gute Situation der Rentenversicherung und die Rücklagen zu nutzen, um mehr Spielräume zu gewinnen. Der Beitragssatz würde bis 2030 in kleinen Schritten auf 22 Prozent steigen und gleichzeitig das Rentenniveau so angehoben, dass keine private Altersvorsorge zur Sicherung des Lebensstandards notwendig wird. „Dieses Modell würde über die Generationen hinweg gut funktionieren, insbesondere wenn die Mütterrente als gesellschaftliche Aufgabe voll aus Steuermitteln statt aus Beitragsgeldern finanziert würde. Die gegenwärtigen Rücklagen der Rentenversicherung würden über viele Jahre einen stabilen Generationenvertrag zwischen den Jungen und Alten mit bezahlbaren Beiträgen gewährleisten. Auch für die jungen Leute im Münsterland wären dies gute Zukunftsaussichten“, verdeutlicht Nicolai-Koß.


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