Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 032 - 24.06.2014
DGB-Kreisverband Steinfurt

Rente mit 63 und Mütterrente kommen

Der DGB-Kreisverband Steinfurt hatte zu einer Informationsveranstaltung unter der Thematik „Rente mit 63, Mütterrente, Erwerbsunfähigkeitsrente“ nach Ibbenbüren eingeladen.

Eine große Anzahl Bürgerinnen und Bürger, sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hatten sich zu dieser Informationsveranstaltung eingefunden.

Irmhild Venschott, Rentenberaterin bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster, stand als fachkundige Referentin zur Verfügung.

Sie erläuterte, dass die parlamentarischen Beratungen im Bundestag und Bundesrat eingeleitet sind und das Gesetz mit hoher Wahrscheinlichkeit zum 1. Juli 2014 wirksam wird.

Bei der Rente mit 63 und 45 Beitragsjahren geht es darum Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer den vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben zu ermöglichen. Diese Möglichkeiten sollen vor allen Dingen denen offenstehen, die durch Erwerbsarbeit gesundheitliche Folgen zu ertragen haben, aber auch ihre Aufbauleistung für die Gesellschaft in 45 und mehr Berufsjahren erbracht haben.

Der sogenannte Missbrauch durch eine möglicherweise 2-jährige Arbeitslosigkeit wird bei diesem neuen Gesetz nicht eintreten, da die Zeiten zwischen dem 61. und 63. Lebensjahr bei Arbeitslosigkeit nicht angerechnet werden.

Ausnahmen bestehen in den Fällen, wo Unternehmen in die Insolvenz geraten, bzw. Betriebe endgültig geschlossen werden. Dies wird als nicht selbstverursachte Arbeitslosigkeit gewertet und die Zeiten werden mit einbezogen.

Die Verbesserung der Mütterrente soll auch als Dank für den Beitrag der Erziehung von Kindern gelten. Das Verfahren zu der Erhöhung der entsprechenden Punktzahlen und damit auch höherer monatlicher Rente, werden in der Regel automatisch durchgeführt.

Darüber hinaus soll auch die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit anders berechnet und auch erhöht werden. Da diese bisher relativ niedrig ist und weitere Mittel der Kommune in Anspruch genommen werden, ist dies sicherlich ein kleiner Fortschritt für die Betroffenen.

Irmhild Venschott, Rentenberaterin bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster, gab deutlich zum Ausdruck, dass jeder Rentenantrag ein Einzelfall ist und man die Rentenberatung unbedingt aufsuchen sollte. Die einzelnen Erwerbsbiografien können sehr unterschiedlich sein und somit auch die Ergebnisse.

In den jeweiligen Rathäusern der Städte und Gemeinden kann man erfahren, wann die Rentenberaterinnen und –berater ihre Sprechstunden haben. Auch ist eine Rentenberatung bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster täglich möglich.

Rudolf Reeh, Vorsitzender des DGB-Kreisverband Steinfurt, bedankte sich bei Frau Venschott für die umfangreichen und detaillierten Aussagen zu den Rentenkomplexen. Er deutete an, dass es in den nächsten Monaten weitere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geben wird. Die Planung des DGB-Kreisverband Steinfurt für das 2. Halbjahr 2014 hat bereits begonnen.

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie alle Pressemitteilung des DGB Münsterland als RSS-Feed.
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis