Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 8 - 02.06.2017

Referendariat: Gute Vorbereitung statt Sprung ins kalte Wasser

GEW lud angehende Lehrkräfte und Fachleute zum Kinofilm „Zwischen den Stühlen“

Zwischen den Stühlen

Aktiv für guten Unterricht: Niklas Gödde, Cordula Bahn und Lenny Liebig von der GEW.

 

Circa 160 Interessierte waren der Einladung der GEW und der DGB-Jugend ins Kino Cinema & Kurbelkiste gefolgt. Auf Einladung der Gewerkschaft sahen die Interessierten – größtenteils angehende Lehrerinnen und Lehrer – gemeinsam den Film „Zwischen den Stühlen“: Eine Dokumentation über drei Referendare. Im Anschluss diskutierte das Publikum mit einem Fachpodium.

Lenny Liebig, selbst Lehramtsstudent und Mitarbeiter des Hochschulinformationsbüros der GEW, moderierte die Diskussion mit Daniel Bertels (abgeordnete Lehrkraft, WWU), Dr. Martin Jungwirth (Leiter ZfL Münster), Ulrich Speckenwirth (Leiter ZfsL Münster), Albina Lobell (Dezernentin Bezirksreg. Münster) und Cordula Bahn (GEW Personalrätin).

Einig waren sich alle Beteiligten, dass eine gute Lehrerausbildung viel breiter ansetzen muss als nur beim Referendariat. Einerseits müsse die Vorbereitung mit Praxissemester weiter verbessert werden. Andererseits komme es im weiteren Berufsleben auf gute Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer an. „Ob bei Klassengrößen, dem Stundenkontingent oder der Bezahlung: Die GEW setzt sich in der Schule und politisch dafür ein, dass guter Unterricht in allen Schulformen möglich ist“, sagte Cordula Bahn, Personalratsvorsitzende für Gesamt- und Sekundarschulen (Bezirksregierung Münster) und GEW-Mitglied.

Eine neue Landesregierung sollte sich vor allem für die gleiche Bezahlung von Lehrkräften aller Schulen einsetzen. Cordula Bahn: „Das Studium und das Referendariat sind mittlerweile für alle Lehrämter gleich lang und qualifizierend. Deshalb muss auch das Einstiegsgehalt für die Lehrämter an verschiedenen Schulformen gleich sein."

Die Teilnehmenden des Podiums betonten übereinstimmend, dass es für zukünftige Lehrkräfte neben einer guten fachwissenschaftlichen Ausbildung wichtig sei, eine gute Beziehung zu den betreuenden Kindern aufzubauen. Auch einen aufgeschlossenen und kritischen Blick müsse man sich bewahren.


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