Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 040 - 01.09.2014
DGB-Kreisverband Coesfeld

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Diese Losung ist die zentrale Aussage, des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) zum diesjährigen Antikriegstag am 1. September, sagte Ortwin Bickhove-Swiderski, DGB Kreisvorsitzender Coesfeld.

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite. Beide Jahrestage machen den diesjährigen Antikriegstag zu einem zentralen Tag der Erinnerung und des Mahnens. Ortwin Bickhove-Swiderski, erklärt: „Kriege kommen nicht über uns – sie werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus – und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben. Andere Menschen und Rüstungskonzerne, schlagen Profite aus diesen Kriegen, oder setzen mit Waffengewalt ihre politischen Interessen durch.“

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften erinnern an diesen Tag seit 1957, Nie wieder darf Krieg von deutschem Boden ausgehen.

Der DGB steht zu der im Grundgesetz festgelegten Aufgabe der Bundeswehr zur Landesverteidigung. Leider müssen wir seit Jahren feststellen, dass die Aufgaben in Richtung internationaler Intervention verschoben wird. Das Bundesparlament tagt sogar am 1. September um weitere Rüstungsexporte und Waffenlieferungen mit den Stimmen der Bundestagsabgeordneten, auf den Weg zu bringen.

Der DGB im Kreis Coesfeld, fordert ein, die großen Summen des Verteidigungshaushaltes umzulenken. Dabei sollen Projekte gefördert werden, die eine erfolgreiche Friedenspolitik mit einer demokratischen Teilhabe unterstützt. Das können Projekte, gute Arbeit und soziale Sicherung sein. Oder Fördergelder für weitere Schulprojekte zur Verfügung zu stellen.

Kriege, Bürgerkriege, ethnische, politische und geschlechtsspezifische Verfolgung oder rassistische Diskriminierung zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht oder zum Verlassen ihrer Heimat, so Ortwin Bickhove-Swiderski (Dülmen) weiter. Der DGB Kreis Coesfeld fordert, auch im Kreis Coesfeld müssen Verfolgte von Bürgerkrieg, individuell Asyl oder ein Schutzstatus eingeräumt werden. Dabei muss der Rechtsstaat, faire Verfahren vor den Gerichten als Grundlage der Demokratie, sicherstellen. Dazu gehört auch eine Prozesskosten Beihilfe für Verfolgte.

Der DGB Kreis Coesfeld, ruft alle Demokraten auf, entschiedenen Widerstand gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zu leisten. Dieses gilt auch für ausländerfeindliche Demonstrationen und Angriffe auf Flüchtlingsheime. Auch die Übergriffe und Sachzerstörungen auf Synagogen, wie vor wenigen Tagen z.B. in Essen, Gelsenkirchen und Bielefeld müssen strafrechtlich verfolgt werden.

Aus den bitteren Erfahrungen der Gewerkschafter in den Konzentrationslagern des Faschismus, entstand der DGB. Der DGB Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski, erwartet von den politische Verantwortlichen im Kreis Coesfeld, Courage gegen rechts zu zeigen. Auch sollten im Kreis Coesfeld Aktivitäten zum Verbot der NPD entwickelt und unterstützt werden.

Am Abend des 31. August 1939 überfiel SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks gemeinsam mit fünf oder sechs in Zivil gekleideten SS-Leuten den Sender Gleiwitz. Das Unternehmen trug den Tarnnamen „Unternehmen Tannenberg“. Die laufende Sendung wurde unterbrochen. Wenige  Stunden später, am 1. September, begann mit der Beschießung der Westernplatte bei Gdansk durch das deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein“ der Überfall auf Polen.

Die deutsche Wehrmacht marschierte ohne Kriegserklärung in Polen ein. Über 6,2 Millionen polnischer Bürger verloren in den folgenden Jahren durch Besatzung und gezielte Vernichtung ihr Leben, darunter 3,1 Millionen jüdische Männer, Frauen und Kinder, so Ortwin Bickhove-Swiderski, weiter.

Bei Rückfragen stehe ich zur Verfügung

Ortwin Bickhove-Swiderski

DGB Kreisvorsitzender Coesfeld

DGB Vorsitzender Dülmen

Fon: 0160/ 90 75 95 18

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