Deutscher Gewerkschaftsbund

02.12.2015
Münsterland 2020

Potenziale für sozialversicherte Arbeitsplätze im Kreis Steinfurt

Arbeitsmarkt und Potenziale für Beschäftigung im Kreis Steinfurt

 

Stichtag der Messung ist der 31.12.2014

Quelle für alle Zahlenangaben: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

                
Rahmenbedingungen:

Arbeitslosigkeit

Dezember 2014

11.557

4,8%

NRW 7,8%

davon Hartz IV

Dezember 2014

7.668

66,3%

NRW 73,8%

Unterbeschäftigung

Dezember 2014

14.945

6,2%

NRW 10,0%

  
Im Kreis Steinfurt gab es folgende sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse:

Dezember 2008:

130.320

Dezember 2014:

144.168

ein Anstieg um : +10,6%

NRW: +7,5%


Ein Anstieg um 7,9% bedeutet

Plan 2020:

155.557

Potential:

11.389

 

Um diese Zahl zu erreichen, können folgende Potentiale ausgeschöpft werden:

 

Minijobs:

Um das Ziel von 11.389 zu erreichen, rechnen wir damit, dass 10% der Minijobs in sozialversicherungspflichtige
Arbeit (auch in Teilzeit) umgewandelt werden.

Dezember 2008:

47.787

Dezember 2014:

50.397

Plan 2020:

45.357

Potential:

5.040


Berufsausbildung:

Die Zahl der Jugendlichen ohne einen Ausbildungsplatz ergibt sich aus der Summe der unversorgten Bewerber und
der Bewerber mit Alternative am 30.09. eines Jahres. Durch Steigerung der Ausbildungsbereitschaft der Betriebe
sind diese Jugendlichen zu versorgen.

2012:

485

2013:

606

2014:

499

Plan 2020:

0

Potential:

499

 

Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen:

Viele junge Menschen haben eine Berufsausbildung und sind dennoch arbeitslos gemeldet. Sie sind in hohem Maße
von prekärer Beschäftigung (Leiharbeit, befristete Beschäftigung) bedroht und haben keine Perspektive auf ‚gute
Arbeit‘. Es muss gelingen, mehr junge Menschen in geregelte versicherungspflichtige Arbeit zu bekommen. Allein
in der Altersgruppe unter 25 Jahren sind Personen arbeitslos. Bis 2020 ist ein Abbau von 30% möglich.

Per 31.12.2008

1.147

31.12 2014

1.350

Plan 2020:

945

Potential:

405

 

Frauenerwerbstätigkeit:

Die Frauenerwerbsbeteiligung ist in NRW unterdurchschnittlich entwickelt. Die Beschäftigungsquote der
sozialversichert beschäftigten Frauen muss bis 2020 auf den Bundesschnitt angehoben werden. Bundesweit sind
52,1% der Frauen in einem sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis. Allein der Anstieg auf das
Bundesniveau wird erhebliche Potentiale freisetzen.

2008:

Quote 45,1%

54.424

2014:

Quote 50,9%

63.607

Plan 2020:

Quote 52,1%

65.107

Potential:

1.500


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