Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 6 - 05.09.2023

DGB Coesfeld solidarstiert sich mit den angegriffenen Kräften von Rettungsdienst und Polizei

"Der Deutsche Gewerkschaftsbund verurteilt die Beleidigungen und Angriffe auf Rettungskräfte und Polizei sowie andere Helfer aufs Schärfste", so der Coesfelder DGB-Kreisverbandsvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski und ergänzt: "Rettungskräfte, Pflegende, Feuerwehrkräfte und Polizisten müssen sich oftmals bei der Arbeit Gefahren, Respektlosigkeit und körperlicher Gewalt aussetzen. Vulgäre Aussagen und zum Teil derbste Beleidigungen müssen sich diese beschäftigten in ihrem alltäglichen Berufsleben anhören, obwohl sie einen unverzichtbaren Dienst an der Gesellschaft leisten. - Warme Worte von Bürgermeistern und Beigeordneten klingen wohltuend, helfen in der konkreten Sache nicht weiter!"

Der Coesfelder DGB fordert ein: "Es müssen sofort unverzüglich Deeskalationstrainings angeboten werden. Die Politik muss unverzüglich entscheiden, das Dashcams in den Rettungswagen eingebaut werden. Dabei soll nicht der gesamte Vorgang festgehalten werden, sondern die An- und Übergriffe auf Rettungsdienste. Das erleichtert die Beweissicherung und die Strafverfolgung. Der Datenschutz sollte hier einmal ausnahmsweise in den Hintergrund treten."

Die Kommune könnte selbst helfen, sie übernimmt im Wege eine Abtretungserklärung der Geschädigten die Verfahren und entlastet somit die Betroffenen. Psychische und physische Gewalt am Arbeitsplatz darf keiner erfahren. Auch hier müssen professionelle Hilfsangebote von der Kommune zeitnah organisiert werden.

"Gewalt gegen die Beschäftigten im öffentlichen und privaten Sektor müssen ein Ende haben. Unsere Einsatzkräfte erbringen wertvolle Leistungen für unsere Gesellschaft! - Dafür spricht der DGB ihnen unsere Anerkennung und Respekt aus. In jeder Uniform, jedem Schwesternkittel, hinter jedem Jobcenter Schreibtisch usw. sitze ein Mensch. Sollte die Kommune wieder mit der Dauerausrede kommen, es sei dafür kein Geld vorhanden, müssen entsprechende Anträge in Düsseldorf gestellt werden, dafür wird eine Feuerschutzsteuer erhoben. - Gegen die Verrohung der Gesellschaft und einer immer weiter sinkenden Hemmschwelle, sind wir alle gefordert tätig zu werden", so Bickhove-Swiderski. "Angriffe auf Rettungskräfte müssen mit aller Intensität von den Strafverfolgungsbehörden bearbeitet werden, solche Angriffe, sind keine Kavaliersdelikte, eine abschreckende Bestrafung der Täter muss zeitnah erfolgen."

Der DGB im Kreis Coesfeld bedankt sich bei den Einsatzkräften: "Wir solidarisieren uns mit den Rettungskräften und der Polizei!"


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