Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 46 - 28.11.2019

Altersarmut bleibt in NRW ein wachsendes Problem

Mindestlohn erhöhen, Renten sichern

Anlässlich der jüngst veröffentlichten Daten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW zur sozialen Lage in NRW warnt der DGB, dass immer mehr Menschen im Alter in unserem Bundesland auf Sozialhilfe angewiesen sind. Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung stieg in NRW um rund 6000 auf 282.000 - Tendenz weiter steigend. In Münster beziehen derzeit 2.300 Grundsicherung im Alter, ihre Zahl hat sich in den vergangenen 15 Jahren verdoppelt. 

"Die Eindämmung von Minijobs, Befristungen, Zeit- und Leiharbeit dringend notwendig ist", so DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters: „Sonst werden diejenigen, die schon in jungen Jahren prekär beschäftigt sind und wegen Erziehungs- oder Pflegezeiten teilweise beziehungsweise vollständig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, im Alter zwangsläufig auf staatliche Leistungen angewiesen sein. Notwendig ist die zügige Anhebung des Mindestlohns auf 12,50 Euro, um Altersarmut vorzubeugen.“

Der DGB-Stadtverbandsvorsitzende mahnt abschließend an: „Wir fordern eine Bürger*innenversicherung und ein Rentensystem in das alle Beschäftigten – Angestellte und Beamte – und Selbstständige einzahlen. Das ist gerecht und notwendig.“


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