Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 5 - 05.03.2024

DGB-Kreisverband Coesfeld fordert: Keine Nazi-Literatur auf Amazon und in heimischen Buchhandlungen

Der DGB-Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski fordert den Onlinehändler Amazon und die lokalen Buchhandlungen im Kreis Coesfeld auf, das Buch „Remigration: Ein Vorschlag“ des Neonazis Martin Seller zu stoppen. Der Vorverkauf ist angelaufen.

Der Österreicher Martin Seller sprach als zentraler Redner auf dem Potsdam-Treffen der AfD über Massendeportationen. Deutsche Behörden prüfen deshalb gegen Seller ein Einreiseverbot. Das Buch muss von Amazon auf ihrer Plattform entfernt werden. Seller ist ein rechtsextremer Aktivist.

Nach Auffassung des DGB-Kreisvorsitzenden werden hier gefährliche, rechtsextreme Ideologien verbreitet. Auch die heimischen Buchhändler sollten den Verkauf verweigern und somit ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. Es hat auch etwas mit Ethik zu tun, solche oder ähnliche Werke dürfen nicht in den Buchhandel gelangen.

Im Klappentext des Buches wird von „Ersetzungsmigration“ gesprochen. Der Verfassungsschutz bewertet solche Aussagen als rechtsextrem. Das Buch wird im Verlag Antaios verlegt.  Der Geschäftsführer ist Götz Kubischek der ein maßgeblicher Akteur der Neuen Rechten in Deutschland ist.

Erneut weißt Bickhove-Swiderski auch auf den bekannten Manuscriptum Verlag in Lüdinghausen hin. In diesem Verlag werden auch rechtspopulistische Autoren verlegt.

Der DGB-Kreisverband fordert somit die lokalen Buchhandlungen auf, diese Bücher nicht in den Verkauf zu bringen.

Der DGB Kreisverband wird weitere gewerkschaftspolitische Aktionen gegen den Verlag in Lüdinghausen vorbereiten.

Bickhove-Swiderski: „Faschismus ist keine Meinung – sondern ein Verbrechen“.


Nach oben

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie alle Pressemitteilung des DGB Münsterland als RSS-Feed.
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis