Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 7 - 08.03.2019
Internationaler Frauentag 2019

Ein modernes Europa gelingt nur mit echter Gleichstellung

Der Internationale Frauentag wird weltweit am 8. März begangen. In 25 Ländern ist er sogar ein gesetzlicher Feiertag, dieses Jahr auch mit Berlin erstmals in einem deutschen Bundesland. Zum diesjährigen Internationalen Frauentag werben im Europawahljahr 2019 die Frauen im DGB-Münsterland für ein modernes und gleichgestelltes Europa. Gleichstellungspolitische Richtlinien sind nach Auffassung des DGB wichtige Impulse und Treiber für die Gleichstellung in den Mitgliedsländern und tragen dazu bei, dass die Benachteiligung von Frauen abgebaut wird. Außerdem ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Rechtsgrundlagen und Zielen der Europäischen Union (EU) verankert und müsse deshalb auch effektiv verwirklicht werden.

„Es wird viel darüber geredet, was die EU entweder nicht oder falsch regelt. Dabei können wir unsere europäischen Grundwerte nur in einem gemeinsamen und solidarischen Europa verteidigen. Rechtspopulismus und Nationalismus stellen demokratische Errungenschaften und sicher geglaubte Frauenrechte in Frage. Wir brauchen ein Europa, das nicht dem Primat der Wirtschaft unterliegt, sondern ein Europa, das den Mensch in den Mittelpunkt stellt. Wir fordern ein progressives, modernes, gleichgestelltes, soziales, gerechtes und solidarisches Europa und das gelingt nur mit uns Frauen“, erklärt Anne Sandner, Gewerkschaftssekretärin der DGB-Region Münsterland und ergänzt: „Allerdings ist noch viel zu tun, bis die tatsächliche Gleichstellung erreicht wird. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, gerechte Verteilung von Haus- und Erwerbsarbeit sowie faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen wären erste Meilensteine auf diesem Weg. Dazu braucht es mehr Frauen in den Spitzen von Politik und Verwaltung. Gerade mal 11 Prozent der Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte in NRW sind weiblich. Der Frauenanteil im Landesparlament von NRW liegt bei 27 Prozent und im EU-Parlament bei 36 Prozent. Dabei ist die Hälfte der Bevölkerung weiblich und deshalb gehört ihnen auch die Hälfte der Macht!“

Die Gewerkschaften verknüpfen den diesjährigen Internationalen Frauentag eng mit einem Aufruf zur Europawahl. Eine gute Zukunft für Frauen und Männer gebe es nur, wenn die demokratischen Kräfte und damit ein politisch vereintes, friedliches und sozial gerechtes Europa mit den Stimmen der Menschen gestärkt werden, so der DGB.

 


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