Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 6 - 07.03.2024

DGB-Kreisverband Coesfeld zum Weltfrauentag

Frauen wählen

DGB

Der DGB-Kreisverband Coesfeld unterstützt die Aktionen zum Internationalen Frauentag am 8. März. An diesem Tag gehen Weltweit Frauen für mehr Frauenrechte und Gleichstellung auf die Straße. Zudem fordert er die Frauen auf, für mehr Rechte und gegen Diskriminierung, Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen, auch in Deutschland aktiv zu werden.

In diesem Jahr sind wichtige Wahlen: Europawahl am 9. Juni aber auch Kommunal- und Landtagswahlen. Der DGB-Kreisverband Coesfeld ruft die Frauen auf, auf allen Ebenen mit ihrer Stimme demokratische Kräfte zu stärken und nur den Parteien eine Stimme zu geben, die nachweislich keine antifeministischen und rassistischen Ziele verfolgen. Der DGB-Kreisverband würde es begrüßen, wenn bei kommenden Wahlen mehr Frauen kandidieren würden.

Der DGB-Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski weist zum wiederholten Male auf die bestehende Gehaltslücke bei gleicher Tätigkeit hin: "Frauen erhalten 18 % weniger Lohn oder Gehalt. Selbst im öffentlichen Dienst liegt die Lohndifferenz bei über 4 %. Diese Differenzen müssen umgehend ausgeglichen werden. Zu den fünf Berufen mit der niedrigsten Entlohnung gehören: Floristik, Körperpflege, Verkauf von Lebensmitteln, Pferdewirtschaft und die Gastronomie auch hier im Kreis Coesfeld. Wir können es auch in Euros ausdrücken so Bickhove-Swiderski, der Stundenverdienst von Frauen liegt bei 20,84 Euro bei den Männern bei 25,30 Euro (brutto). Die Differenz liegt bei 4,46 Euro. Das Lohngefälle wird begünstigt durch hohe Teilzeitquoten bei Frauen. Durch diese Bedingungen kann noch nicht einmal jede dritte erwerbstätige Frau ihren unmittelbaren Bedarf decken. Es ist ein gesellschaftspolitischer Skandal, dass 2,7 Millionen Frauen trotz 40 Jahren Vollzeitarbeit von Altersarmut bedroht sind."

"Das Entgelttranzparenzgesetz muss überarbeitet werden", ergänzt der DGB-Kreisvorsitzende, der zudem darauf hinweist, dass Lohn- und Gehaltsansprüche schriftlich geltend gemacht werden müssen, diese können dann später eingeklagt werden.

Der DGB-Kreisverband Coesfeld fordert die Betriebs- und Personalräte, die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und Dienstvorgesetzen auf, solche Missstände aufzudecken und über die Einhaltung der Tarifverträge zu wachen. Zusätzlich wird gefordert, dass die Arbeitgeber und der öffentliche Bereich bessere und kostenlose Angebote bei Sorgearbeit – von der Beziehungspflege über Kinderbetreuen, Pflege der Angehörigen bis hin zu Hausarbeit anbieten müssen. Auch müssen mehr Männer die „klassische Hausarbeit“ und bei der Kinderbetreuung eingespannt werden. Lohnersatzleistungen müssen angeboten werden und es muss ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder bis 14 Jahre erfolgen.

Die Aktivitäten zur weiteren Gleichberechtigung werden vom DGB-Kreisverband unterstützt.


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