Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 14 - 13.06.2022

DGB-Kreisverband Coesfeld fordert ein funktionsfähiges Mobilfunknetz/keine weiteren Gutachten

Der DGB-Kreisverband Coesfeld fordert von der kommenden NRW Landesregierung ein funktionsfähiges Mobilfunknetz im Münsterland ein. Der Mobilfunkempfang ist nach Auffassung des DGB stark ausaubedürftig und hat insbesondere im ländlichen Raum erhebliche Schwachstellen.

Der DGB kritisiert die immer wieder aufgelegten Gutachten und Studien zu dem Thema. Es sei mittlerweile alles untersucht worden, von der Durchlässigkeit der Funkwellen in Scheunen und Schweineställen, bis zu dicken Baumberger Sandsteingebäuden. „Im Kreis Coesfeld müsste man eigentlich bei allen Mobilfunkanbietern einen Vertrag haben, um ungestört telefonieren und mit lückenlosem LTE-Empfang surfen zu können. In einigen Kreisgebieten gibt es auch gar keinen Empfang“, erklärt der DGB-Kreisvorsitzende Bickhove-Swiderski.

So gäbe es z.B. Funklöcher zwischen Dülmen und Rödder und in den Bauerschaften Berenbrock und Bechtrup, die in Lüdinghausen liegen. Auf der Bahnstrecke Münster – Ascheberg – Dortmund gibt es laut der Mobilfunkstudie der Bezirksregierung ebenso Probleme. „Hunderte weitere Beispiele kennt jeder aus eigener Anschauung. Wir unterhalten uns über künstliche Intelligenz und Industrie 4.0, können aber nicht mal störungsfrei telefonieren, führt Bickhove-Swiderski aus. Die damalige zuständige Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte uns öffentlich mitgeteilt „ 5 G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig“. Der Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter verkündete vollmundig: „Wir schmieden eine Allianz gegen Funklöcher“. Gemeint waren aber wohl die Konkurrenten Vodafone, Telekom und Telefonica. Passiert ist seither bei uns nichts.“

Der DGB-Kreisverband Coesfeld fordert die kommende NRW Landesregierung auf, endlich aktiv zu werden. Das Münsterland dürfe von der weiteren technologischen Entwicklung, so auch beim schnellen Mobilfunk und Internetzugang, nicht zur roten Laterne oder Schlussleuchte in NRW werden. Gerade auch für die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe sei ein funktionierender Mobilfunkempfang überlebenswichtig.

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Nicht ganz ernst gemeint: Der DGB empfiehlt, sollte die neue Landesregierung nichts bewegen wollen oder können, sollte diese im Münsterland die Flaggenkombination C über V auf den höheren staatlichen Gebäuden hissen, so der DGB Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski. Diese Flaggenkombination bedeutet beispielsweise:“Ich bin nicht in der Lage, Ihnen zu helfen“. Diese Art der Kommunikation hat schon vor 100 Jahren geklappt.


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