Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15 - 17.06.2022
DGB-Stadtverband Münster unterstützt Verdi bei Notruf NRW:

„Arbeitsbedingungen in den Kliniken und der Pflege verbessern!“

Der DGB Stadtverband unterstützt den Streik der Beschäftigten für bessere Arbeitsbedingungen. Dienstag, den 21. Juni ist ab 10 Uhr die nächste Streikaktion in Münster am UKM (Domagkstraße 10).

„Der Tarifvertrag Entlastung, mehr Personal für die Kliniken und bessere Ausbildungsbedingungen in den Häusern sind für unser Gesundheitssystem lebensnotwendig und müssen jetzt kommen.", fordert die DGB-Stadtverbandsvorsitzende Pia Dilling. „Der Arbeitgeberverband des Landes NRW und die Politik des Landes sind gefordert endlich im Sinne der Beschäftigten zu handeln. Wir stehen solidarisch mit all den Beschäftigten, die seit Beginn der Pandemie im Dauerstress stehen. Das Denken der Arbeitgeber muss endlich weg von ihren 'zu verwaltenden Humanressourcen'. Alle Menschen, die an den Unikliniken in NRW gemeinsam für unsere Gesundheit arbeiten, verdienen endlich menschenwürdige Arbeitsbedigungen."

DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters ergänzt: „Das Gesundheitswesen in Deutschland und damit auch in NRW ist chronisch unterfinanziert. Die Folge: Rund 20.000 Fachkräfte fehlen alleine in den Krankenhäusern NRWs. Den Preis dafür zahlen die Patient*innen und die Beschäftigten. Einspringen aus der Freizeit, keine Pausen, Überstunden, mit schlechtem Gefühl nach Hause gehen, weil man seinen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte: Viele Beschäftigte sind chronisch überlastet, schieben Überstunden vor sich her, werden krank, haben innerlich gekündigt oder dem Arbeitsplatz Krankenhaus bereits den Rücken gekehrt.“ Die Politik hat keine wirksamen Lösungen erarbeitet, um die Beschäftigten im Beruf zu halten oder mit besseren Arbeitsbedingungen in den Beruf zurückzuholen. Das geht zu Lasten aller Bürger*innen, die viel schlechter versorgt werden, als es notwendig wäre, um schnell und nachhaltig zu genesen. Eine gute Gesundheitsversorgung geht nur mit guten Arbeitsbedingungen, ausreichend Zeit und genügend Personal."

Deutlich kritisiert der DGB das Verhalten der Arbeitgeber, die versuchten den Streik der Beschäftigten auf dem Gerichtswege zu verhindern. "Die Arbeitgeber müssen die Arbeitsbedingungen verbessern und nicht die Beschäftigten daran hindern für diese Verbesserungen zu kämpfen!"


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