Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 4 - 23.02.2024

DGB-Kreisverband Coesfeld diskutiert mit MdB Jens Spahn über Zukunft der Rente

Nachdem Herr Spahn sich in den Medien mit markanten Sprüchen, „Rente mit 63 Jahre“ oder wir „sollen alle über 70 Jahre“ arbeiten gebrüstet hatte, hat ihn der DGB-Kreisverband Coesfeld zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Am kommenden Mittwoch, 28. Februar 2024 ab 17 Uhr diskutieren wir im Coesfelder Kolpinghaus, Große Viehstraße 16-18, mit dem stellv. CDU Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn – über die „Zukunft der Rente“.

"Mit diesen populistischen und provokanten Äußerungen hat Herr Spahn öffentlich gezeigt wie soziale Kälte vermittelt wird", so der DGB Kreisvorsitzende Ortwin Bickhove-Swiderski. "Nach 35jähriger harter Arbeit kann ein Arbeitnehmer einen Rentenanspruch von 1385,- Euro bekommen. Vorausgesetzt, er hatte keine Ausfallzeiten und bekam immer Tariflohn. Den DGB ärgert besonders, ein Bundestagsabgeordneter der nie einen einzigen Cent in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt nach 4 Jahre Zugehörigkeit zum Bundestag eine Rente von 1059,00 nach 8 Jahren sogar schon 2118,- Euro. Dieses ungleiche System muss dringend verändert werden."

Spahn forderte weiter die abschlagfreie Rente mit 63 Jahren sofort abzuschaffen. Auch dieses war populistisch, denn tatsächlich konnten nur die Arbeitnehmer aus dem Geburtsjahrgang 1953 in Rente gehen. Diese sind schon längst im Rentenbezug.

"Über 70 Jahre hinaus arbeiten", für den stellv. DGB Kreisvorsitzenden Heinz Dickhoff, der selbst Bauarbeiter ist, "ein völliges Unding. Bei Wind und Wetter auf einer Baustelle, bei harter körperlicher Arbeit, der Körper ist einfach verschlissen. Wir fordern Herrn Spahn auf, dieses den anwesenden Dachdeckern, Fliesenlegern, Müllwerkers und weiteren Arbeitnehmern in Gesicht zu sagen."

Der DGB bittet alle interessierten an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Man kann den Abgeordneten auch mit dem eigenen Rentenbescheid schocken, ebenso sollten Frauen einmal über ihre mini Rente berichten, so die beiden DGB Vertreter, damit Herr Spahn in seinem Elfenbeinturm wach wird.

Der DGB wird seine sozialpolitischen Vorstellungen in einem Impulsreferat vorstellen. Die Moderation wird Ralf Steindorf aus dem DGB Kreisvorstand übernehmen. Das wird ein spannender Abend, ist sich der DGB Kreisverband sicher.


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