Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 1 - 07.01.2021

Corona und Kinderkrankengeld: Unbürokratische Hilfe für Eltern

Eltern, die wegen Kita-Schließungen oder Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kinder zuhause betreuen müssen, sollen laut Beschluss zum verlängerten Januar-Lockdown Kinderkrankengeld beziehen können. Dafür soll es pro Elternteil 10 zusätzliche Tage pro Jahr geben, an denen sie sich "kindkrank" melden können. Damit würde Eltern "schnell und unbürokratisch geholfen", so der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Peter Mai. Die Gewerkschaften halten es aber für erforderlich "die Regelung zum Kinderkrankengeld zunächst bis zum März zu verlängern".

"Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften begrüßen die beschlossene Erweiterung des Kinderkrankengeldes. Die Bundesregierung zeigt mit diesem Vorschlag: Homeoffice und Kinderbetreuung gleichzeitig – das ist nicht zu leisten", so Stadtverbandsvorstand Carsten Peters. Eigentlich gibt es das Kinderkrankengeld, wenn ein Elternteil ein krankes Kind zuhause betreuen muss und deswegen nicht arbeiten kann. Pro Elternteil kann es bis zu 10 Tage Kinderkrankengeld pro Jahr und pro Kind geben (bei Alleinerziehenden 20 Tage). Nun soll dies bis zur Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar diese Zahlung auch möglich sein, wenn das Kind zwar nicht krank ist, aber wegen Kita- und Schulschließungen zuhause betreut werden muss. Außerdem soll die mögliche Zahl der Tage pro Jahr erhöht werden: zehn zusätzliche Tage pro Elternteil (20 Tage bei Alleinerziehenden).

Regelung zum Kinderkrankengeld bis März verlängern
Eltern, die wegen geschlossener Kitas und Schulen oder der ausgesetzten Präsenzpflicht ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, könne damit "schnell und unbürokratisch geholfen werden", so Peters.:"Mit zehn zusätzlichen Tagen pro Elternteil, beziehungsweise 20 bei Alleinerziehenden, lässt sich der Januar überbrücken. Die Eltern brauchen in dieser schwierigen und unübersichtlichen Lage Sicherheit. Daher halten die Gewerkschaften es für erforderlich, die Regelung zum Kinderkrankengeld zunächst bis zum März zu verlängern."

Krankenkassen dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben
Wichtig sei aber, dass die Krankenkassen nicht auf den Kosten für das zusätzliche Kinderkrankengeld sitzen bleiben. "Voraussetzung für die Auszahlung dieser versicherungsfremden Leistung über die Krankenkassen muss sein, dass der Bund den Kassen die Kosten zu 100 Prozent erstattet. Die Krankenkassen werden schon jetzt im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung massiv belastet," so der DGB.


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